So vermeidest Du “ähm” und andere Füllwörter

Füllwörter werden meistens benutzt, um die peinliche Stille während man in einem Gespräch kurz überlegt, zu umgehen. Das ist auch in Ordnung, solange es sich in Grenzen hält. Anderenfalls kannst Du Deine Gesprächspartner tierisch nerven. Da die meisten Füllwörter wie “ähm”, “ok” oder ” sogesehen” Dir als Redner selbst gar nicht auffallen, kannst Du meist erst an Deiner Verwendung der Verlegenheitslaute, wie Füllwörter auch genannt werden, arbeiten und somit Deinen Redefluss verbessern, wenn Du von anderen darauf hingewiesen wirst.

Als erstes solltest Du wissen, auf welche Füllwörter Du überhaupt achten musst. Die folgenden Füllwörter sind nur Beispiele. Es gibt noch wesentlich mehr.

“Äh” oder “Ähm”
Diese Füllwörter werden meist verwendet, wenn der Redner unzufrieden mit seiner Wortwahl ist, zum Beispiel weil ihm das passende Wort nicht einfallen möchte, um das Gesagte auf den Punkt zu bringen.
Hierdurch bekommt der Satz eine fragende Satzmelodie, was automatisch zum “Ähm” führt.

“Ja?” Oder “Ok?”
Auch ein oft fragendes “Ja” oder “Ok?” stört Dein Gegenüber. Er fühlt sich unter Druck gesetzt, Dir immer zustimmen zu müssen.
Du zeogst hiermit große Unsicherheit und wirkst sachlich unkompetent.

Verwendung des Konjunktivs
Eigentlich sollte der Konjunktiv nur dazu genutzt werden, um hypothetische Annahmen zu äußern oder das Gesagte eines anderen wiederzugeben. Manche Menschen jedoch sind sich so unsicher mit dem was sie sagen, dass sie fast ausschließlich den Konjunktiv verwenden. Wenn Du Dich aber ständig so ausdrückst, als könne es so sein, dass Du zu verabredeter Uhrzeit vor Ort bist, drückst Du ebenso aus, dass es genauso gut nicht sein kann. Diese Ausdrucksweise verwirrt Deinen Gesprächspartner so sehr, dass es ihm schwer fällt Dich jetzt und auch zukünftig ernst zu nehmen.

Jetzt kennst Du ein paar der häufigsten Füllwörter, die Deinen Redefluss erheblich einschränken. Doch wie änderst Du es nun? Wie kannst Du Füllwörter vermeiden?
Zuerst gilt: Übung macht den Meister. Eine wesentliche Veränderung lang antrainierter Fehler verschwindet nicht von jetzt auf gleich. Aber mit der nötigen Disziplin und gutem Training kannst Du Deine Füllwörter nachhaltig reduzieren. Ganz auf sie verzichten solltest Du nicht.

Nimm für kurze Zeit Deine Gespräche wie zum Beispiel Telefonate auf. Höre sie Dir an und achte genau darauf, wann Du welchen Verlegenheitslaut von Dir gegeben hast.
Fertige eine Liste an, in der Du festhälst welches Füllwort wie oft gefallen ist. Versuche Synonyme für diese Wörter zu finden, die Du an ihrer Stelle einsetzten kannst. Sagst du ständig “Ok”, wandle es entsprechend um in “in Ordnung”, ” genau” oder “richtig”. Wenn Du während des Gesprächs kurz überlegen musst, sag Deinem Gesprächspartner das, anstatt ständig ” Ähm” von Dir zu geben. Lege Dir erneut eine Liste an, diesmal mit passenden “Synonymen”. Lege sie neben das Telefon, um draufschauen zu können und sie somit auch nutzen zu können während des nächsten Telefonats.

Sollte Dich ein persönliches Gespräch mit Freunden oder gar deinem Chef erwarten, sieh Dir die Liste kurz vorher noch einmal an und verinnerliche Dir die Synonyme.

Auch bei einem Vortrag kann Dich diese Liste unterstützen. Zusätzlich solltest Du hier aber auch Deinen Vortrag zuhause vor dem Spiegel üben und dafür sorgen, dass der Text wirklich sitzt. Dann brauchst Du keine Sorgen mehr haben, dass Dein Vortrag nur stotternd voran kommst.

Um in der Zukunft den Konjunktiv nur noch an angebrachter Stelle zu verwenden, musst Du an Deinem Selbstverstrauen arbeiten. Sage Dir selbst mehrmals täglich, dass Du schaffst was Du Dir vornimmst. Setze ein Lächeln auf und achte auf eine aufrechte und gerade Körperhaltung. Diese Signale die Du hiermit an Deinen Körper sendest, wird er Dir durch mehr Selbstsicherheit zurückzahlen.

Du siehst, schwer ist eine Veränderung des Redeflusses nicht. Sie beansprucht nur etwas Zeit. Und diese Zeit braucht es auch, damit es dich nachhaltig auf Dein Sprechverhalten auswirkt und es nicht nur bei einer Momentaufnahme bleibt. Viel Erfolg!

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